Was tun, wenn Mama die Krise kriegt? Blogparade #tudiretwasgutes

Achtsamkeit, Selbstliebe und -fürsorge. Noch nie habe ich diese Worte so häufig von Müttern gelesen, wie in den letzten Wochen. Alle haben sie gute Vorsätze, was ja prinzipiell ganz schön ist. Doch bei einigen Artikeln bekam ich leider schnell das Gefühl, es ginge gar nicht darum, sich als Frau wiederzufinden oder eine echte Lebenskrise abzuwenden. Vielmehr wirkt es auf mich, als wolle (oder müsse?) Frau nun noch einem Trend folgen, Bücher zu diesen Themen sollen gelesen werden (und die Zeit dafür im Alltag untergebracht werden), um dann das Gelesene und Gelernte umzusetzen und allen anderen zu zeigen „Guck, mal ich kann das alles wuppen und dabei noch ganz entspannt sein.“ Echte Hilfe und Entspannung im Mamaalltag sehen für mich irgendwie anders aus.

Aber nicht alles was ich gelesen habe, verursacht bei mir Augenrollen. Natalia vom Blog SimplyLovelyChaos sammelt in ihrer Blogparade #tudiretwasgutes zum Beispiel Tipps von Müttern für Mütter gegen den Alltagsstress. Eine Ideensammlung, wie man sich etwas gutes tun kann, um sich im Mamaalltag nicht selbst zu vergessen. Das nenne ich mal eine gute Hilfestellung für Mütter! Dazu gebe ich gerne selbst meine Geheimnisse preis, wie ich es schaffe, immer wieder zu mir zu finden.

#tudiretwasGutes, Ich selbst war wie Natalia schonmal in einer fiesen Lebenskrise. Bei mir war es allerdings schon, bevor ich Mama wurde. Zwei Jahre lang litt ich unter Ängsten, gepaart mit einer Depression. Eine Therapie war damals für mich der einzige Ausweg und meine Rettung! Auch heute laufe nun nicht dauerhaft strahlend wie ein Honigkuchenpferd durch die Gegend, trotzdem kann ich sagen, dass diese Therapie sehr erfolgreich war, denn ich habe gelernt auf mich aufzupassen. Besonders jetzt im meinem Alltag als Mutter hilft mir das oft sehr. Ich kann die Notbremse ziehen, wenn ich merke, dass es bergab geht UND ich merke rechtzeitig, wenn es an der Zeit ist, dem Alltagstrott zu entkommen. Was ich dann tue?

Kennst du das Problem, kennst du die Lösung!
Die Liste der Dinge, die mich als Mama von zwei kleinen Kindern unzufrieden machen, ist eigentlich überschaubar. Doch bis ich mir darüber bewusst war, hat es gedauert.

  • Schlafentzug
  • Das Gefühl eigentlich massenhaft Zeit zu haben und trotzdem nix zu schaffen mit zwei kleinen Kindern
  • Den ganzen Tag beschäftigt sein und sich dabei trotzdem langweilen, weil alles Angesagte im wahrsten Sinne Kinderkram ist.

Wenn ich weiß, was mich nervt, kann ich auch was dagegen tun. Also nehme ich mir die Zeit, um mir über das „Problem“ klar zu werden. Am besten in einer entspannten Umgebung mit einem leckeren Heißgetränk in den Händen. Und auch wenn alles gerade gut läuft, lohnt sich das Reflektieren. Denn wer stellt nicht gerne fest, dass alles im Lot ist und man sich mal auf die Schulter klopfen dürfte?

Schlaf, Mami, schlaf!
Dass bei Schlafentzug die Lösung auf die Dauer nicht Kaffee heißt, sollte allen klar sein. SOLLTE! Bei all den Sachen, auf die wir Mamas im Alltag verzichten, entscheiden wir uns bei der Wahl zwischen mal ausgehen, einem Gespräch zwischen Erwachsenen, lesen, bloggen, Haushalt ODER schlafen doch fast immer gegen den Schlaf, oder? Ausgeruht bin ich aber eine viel bessere Mama. Ich bin weniger genervt, habe mehr Spaß im Alltag und besitze die Fähigkeit ihn auch zu genießen, anstatt ihn nur irgendwie zu überstehen.

Der Babysitter von nebenan 
Auch in deiner Nachbarschaft wohnen bestimmt Teenies, die sich gerne ein paar Euro dazu verdienen wollen. Wie wäre es, diese ein wenig in den Alltag einzubinden anstatt sie immer nur zu rufen, wenn man was ganz Besonderes vor hat? Auch wenn Karli noch zu klein ist, um alleine bei jemandem außerhalb der Familie zu bleiben, kann ich die Zeit zu Hause gut nutzen. Ich lasse sie dann gemeinsam im Kinderzimmer spielen und erledige währenddessen einmal irgendwas in Ruhe bis zum Ende oder gönn mir einfach mal eine kleine Mini-Auszeit. Ein weiterer Vorteil? Irgendwann sind die Kinder groß genug und dann kennen sie den Babysitter bereits.

Paarzeit
Wer kennt es noch? Beim Abendessen freue ich mich regelmäßig darauf, Zeit mit papAhoi zu verbringen, sobald die Kinder im Bett sind. Doch entweder macht dann doch jeder sein Ding oder ich bin selbst so im Eimer, dass ich nach 10 Minuten auf dem Sofa einschlafe. Was hilft? Ab und zu nicht einfach nur irgendwas in der Glotze gucken, sondern den Abend daheim zelebrieren, als wäre man im Kino, vielleicht mit einem Essen vom Lieferdienst vorweg, guten Gesprächen… Nach so einem Dateabend bin ich gleich wieder ein wenig mehr ich selbst, auch wenn er nur zu Hause stattfindet.

Alles aus
Wenn ihr wie ich zu den SocialMedia-Junkies gehört, dann kann ich euch nur empfehlen, ab und zu mal eine Pause davon einzulegen. Ich war sehr erstaunt, wie gut es tut, das Handy und den Laptop einfach mal einen Tag zu ignorieren. Keine Hiobs, keine Vergleiche, keinen Input für den eh schon überfüllten Kopf. Ein regelmäßiger Offlinetag gehört seit kurzem auf jeden Fall mit zu meinem persönlichen Entspannungsprogramm.

Ich könnte noch zig andere Dinge aufzählen, die ich selbst viel zu selten tue, denn anderen kluge Ratschläge erteilen ist ja immer viel einfacher als sich selbst daran zu halten. Vielleicht ist es also auch wichtig, dass wir uns gegenseitig daran erinnern, ab und zu mal einen Gang zurück zu schalten und an uns zu denken.

Was tut ihr im Alltag, wenn ihr mal eine Auszeit braucht? Habt ihr Rituale und plant regelmäßig meTime ein oder braucht ihr die Ideensammlung von Natalia auch so dringend, weil ihr selbst schon gar nicht mehr wisst, wie entspannen geht?

6 Gedanken zu “Was tun, wenn Mama die Krise kriegt? Blogparade #tudiretwasgutes

  1. Ich erkenn mich so wieder in Dir 😉 …nur heisst meine Doppelbelastung Kind und Selbständigkeit. Wie Du, habe ich mir meine Auszeiten geschaffen und habe nun auch konkret einen Abend in der Woche nur für mich frei geschaufelt, an dem ich z.Bsp. nähe oder einem anderen Hobby nach gehe.
    Das mit der Paarzeit finde ich auch sehr wichtig, das bleibt im Alltag leider oft auf der Strecke. Aber hey, man muss nicht immer ausgehen. ein gemütlicher Abend zu Hause tut es auch 🙂 Da stimme ich Dir vollkommen zu!
    Das mit dem Handy nehme ich mir schon monatelang vor .. einfach mal machen !!

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