Kultur mit Kindern rund um Lüneburg: Wir waren im Biosphaerium Elbtalaue

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Echt jetzt? Die Vierjährige ist traurig, weil unser Ausflug mit Freunden ausfällt und besteht als Entschädigung dafür auf einen Besuch im Museum? Klar weiß ich, dass solche Ausflüge wichtig sind und man mit seinen Kindern kulturelle Einrichtungen besuchen sollte. Aber wenn ich an meine eigenen letzten Museumsbesuche zurückdenke, dann kann ich nicht gerade behaupten, dass ich voller Vorfreude bin auf diesen Part.

Wie ich am letzen Wochenende aber feststellen durfte, muss ich mir gar keine allzu großen Sorgen machen. Museumsbesuche mit Kindern scheinen „heutzutage“ nicht mehr nur staubtrocken, langweilig und irgendwie altbacken zu sein.
Es sei denn, ich bin inzwischen irgendwie altba…. ??? Achwas. Vergessen wir das schnell wieder und seht selbst, wie unser Ausflug ins Biosphaerium Elbtalaue in Bleckede war.

Aquarium, Biberburg und Aussichtsturm

Wir hatten einen tollen Nachmittag, der auf Anweisung unser kleinen Reiseführerein Smarti im Aquarium beginnen sollte. Viele kleine Fische, die die Elbe bewohnen, konnten wir dort beobachten und etwas über sie und ihren Lebensraum erfahren. Ich muss ja sagen: So einen riesigen Karpfen zu sehen, wenn die kleine Karli im direkten Vergleich vorm Aquarium steht, ist schon ein wenig beeindruckend.

Danach haben wir die Biberburg besucht und wie ihr seht, waren die zwei Bewohner auch anwesend, wenn auch seelig schlafend. Während immer wieder jemand darauf bestand, dass wir „nochmal in die Höhle gucken, ob einer aufgewacht ist“, konnten wir einiges über die Biber lernen. Wusstet ihr, dass ein Biber am Tag mehrere Kilo Blätter und Äste vertilgt, um seinen Nährstoffbedarf zu decken?

Bevor es ins Museum im Schloss ging, sind wir noch auf den Aussichtsturm gestiegen. Der Blick durchs Fernrohr in die Landschaft und über die Elbe waren vor allem für Smarti sehr beeindruckend.

Das Museum im Schloss

Danach ging es ins Schloss, wo sich das Museum befindet. Für mich war das Gebäude selbst schon ein Grund den Besuch zu genießen. Das Haus wurde an vielen Ecken sehr schön restauriert. Der Fußboden wäre mein persönlicher Traum, aber das sind nur kleine positive Nebeneffekte. Bei unserem Besuch haben wir uns natürlich hauptsächlich damit beschäftigt, etwas über unsere nähere Umgebung in Erfahrung zu bringen. Und über meine alte Heimat Meck-Pomm, die nur ein paar Kilometer entfernt ist und mit zur Elbtalaue gehört.

Besonders schön finde ich, dass man sowohl etwas über die Landschaft und Tiere als auch die Menschen aus der Umgebung erfährt. In jedem Raum fanden die Kinder etwas, was sie so sehr interressiert und beschäftigt hat, dass wir Erwachsenen in Ruhe einige der Tafeln studieren konnten. Längst nicht alle natürlich. Schließlich sind unsere Kinder noch klein und brauchen entweder Hilfe oder ein regelmäßig wiederkehrendes „Nein, nicht anfassen“, damit die präparierten Vögel nicht bekuschelt werden. Aber so weiß ich wenigstens, dass ich auch beim nächsten Besuch wieder etwas Neues in Erfahrung bringen kann.

Zum Abschluss kann man sich noch ein wenig der Schlossarchitektur widmen, indem man den alten Dachstuhl mit der angrenzenden Räucherkammer des Schlosses besichtigt. Ich glaube diesen Part fand Smarti ebenso interessant wie gruselig, denn im Halbdunklen gibt eine Lautsprecherstimme Informationen für die Besucher von sich.

Wir haben fast zwei Stunden im Biosphaerium verbracht. Zusammen mit dem kleinen Spielplatz direkt vor der Tür, dem Schlosspark und der Elbe, die zum Spazieren einladen, kann man also ruhig einen kompletten Vor- oder Nachmittag für den Besuch einplanen.

Etwas schade finde ich, dass das Café neben dem Museum aktuell nicht geöffnet ist. Für Proviant sollte man also selbst sorgen. Außerdem war ein „Spielgerät“ im Aquarium defekt, das vor zwei Monaten bereits mit einem „Außer Betrieb“-Schild versehen war.

Warum ich das Biosphaerium empfehle?

  • Es gibt für Groß und Klein etwas zu entdecken, also etwas für die ganze Familie.
  • Für Vorschul- und Schulkinder gibt es diverse spielerische Lernmöglichkeiten.
  • Das Gesamtpaket Museum, Aussichtsturm, Aquarium und Biberburg bietet viel Abwechslung.
  • Der angrenzende Spielplatz und die Lage an der Elbe bieten weitere Möglichkeiten den Tag abzurunden.

Wir werden auf jeden Fall wiederkommen. Spätestens nachdem wir noch einen wunderschönen Sonnenuntergang bei eisiger Kälte vom Deich aus beobachten konnten, bleibt dieser Nachmittag wohl bei allen Familienmitgliedern in Erinnerung. Außerdem müssen wir die Biber ja irgendwann auch mal wach zu Gesicht bekommen.

 

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