Weihnachtsbäckerei mit kleinen Kindern – so macht’s allen Spaß

Vor ein paar Jahren verabredeten meine Freundin und ich uns jedes Jahr zum Adventsbacken mit ihren Kindern. Ich freute mich jedes Mal total darauf, kaufte Unmengen an Dekozeug, suchte mehrere Rezepte raus und sah uns mit den Beiden die tollsten Plätzchen herstellen. Jedes einzelne ein akurates Meisterwerk und selbstverständlich ganz ohne Sauerei hergestellt. Scheinbar hatte ich jedes Mal verdrängt vergessen, wie die Aktion im Vorjahr endete. Die Kinder hatten nach 10 Keksen keine Lust mehr und meine Freundin und ich mussten Unmengen von Plätzchen allein verzieren, während jemand anderes die Kinder bespaßte. Die Küche glich außerdem jedes Mal einem riesigen Schlachtfeld.

Heute bin ich selbst Mama und weiß, wie froh wir sein konnten, dass sich jemand mit den Kindern beschäfitgen konnte. Wer weiß, ob ich unsere Tage sonst so entspannt in Erinnerung hätte. Meine ersten Backversuche zusammen mit Smarti haben mich einiges gelehrt und damit ihr auch voller Vorfreude in die vielleicht erste Weihnachtsbäckerei mit euren Kleinen starten könnt, habe ich mal ein paar Tipps gesammelt.

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  • Teig kneten, ruhen lassen, ausrollen, ausstechen, backen und verzieren… Nehmt euch lieber nicht zu viel auf einmal mit den Kleinen vor. Wir haben gestern nur einen schon vorbereiteten Teig ausgerollt, ausgestochen und gebacken. Das war völlig ausreichend für einen Tag. Dekoriert wurde dann erst heute und an beiden Tagen hatten wir viel Spaß.
  • Zu Beginn reicht es meist aus eine halbe Portion Teig herzustellen oder nur diese zu verarbeiten und den Rest für eine Backaktion in den kommenden Tagen zu verwenden. Viele Teige kann man gut ein paar Tage im Kühlschrank aufbewahren. Die Kleinen stechen mit ihren Förmchen ja noch nicht wirklich platzsparend aus. Da kann das drölfzigste Mal ausrollen des Verschnitts sonst irgendwann schon nervig werden.
  • Verwendet nur Ausstechformen, die für die kleinen Hände und die motorischen Fähigkeiten der Kinder geeignet sind. Ein Rentier bei dem das Abbrechen von dünnen Beinen schon vorprogrammiert ist, sorgt zum Beispiel nur für Frust.
  • Ich habe grundsätzlich viel zu viel Zeug zum dekorieren am Start. Das gibt zum einen immer eine mega Sauerei und es dauert auch einfach ewig, wenn unbedingt alles ausprobiert werden muss. Eine kleine Auswahl, schon vorbereitet in Tassen oder Schüsselchen sorgt für weniger Chaos auf dem Arbeitstisch und Sauerei am Ende. Weniger putzen (oder es zumindest auf später verschieben) kann man übrigens auch, wenn man eine Wachsdecke als Unterlage benutzt. Die lässt sich danach leichter reinigen als der Tisch oder die Arbeitsfläche und kann zur Not auch mal schonend gewaschen werden. Den Teig rollen wir mittlerweile auch nur noch zwischen zwei Frischhaltefolien ausrollt, anstatt alles zu bemehlen. Das spart ebenfalls Zeit beim putzen danach.
  • Ich habe „WENIGER putzen“ geschrieben. Doch wer mit kleinen Kindern backt, muss sich bewusst sein, dass es trotzdem versaut wird (siehe Adventssauerei 2016). Ärmel im Zuckerguss, die gezuckerten Finger ablecken und mit den sabbernassen Händen gleich das nächste Plätzchen anfassen, die Deko sowohl auf als auch unter dem Tisch verteilen. Wenn ihr euch und den Kindern den Spaß an der Sache nicht verderben wollt, drückt alle Augen zu, bis ihr fertig seid. Ich muss mich heute noch zusammenreißen aber ständiges korrigieren und belehren bringt wirklich Niemandem was. Die Sauerei ist auch schnell wieder behoben.

Habt ihr noch weitere Tipps oder Erfahrungen zum Backen mit kleinen Kindern? schreibt sie gerne in die Kommentare, dann nehme ich sie noch auf!

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